Im Universum-Arbeitgeberranking der Young Professionals 2017 wurden ca. 8.500 Berufseinsteiger (Akademiker unter 40 Jahren) zum Thema befragt, was einen Arbeitgeber in der Gesundheitsbranche attraktiv macht. Das Ergebnis:

  • gutes Grundgehalt
  • Anerkennung
  • Förderung zur Weiterbildung
  • Freundliches Umfeld
  • Sichere Anstellung

Das wichtigste Karriereziel ist für 63% der Befragten eine ausgewogene Work-Life-Balance, wobei der Anteil bei den Frauen deutlich höher liegt (Frauen 68%, Männer 53%).

Ihren aktuellen Arbeitgebern geben sie durchschnittlich 6,9 von 10 Punkten. Das ist nicht sehr schlecht, lässt aber auch noch viel Luft nach oben.

Hinzu kommt ein weiteres Merkmal, dass die junge Generation auszeichnet und Arbeitgeber bewusst sein sollte: Jeder Dritte ist interessiert, den Arbeitgeber zu wechseln. Das zwingt Arbeitgeber mehr denn je dazu, sich um die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu kümmern, wenn Sie Ihr Personal halten wollen.

Dabei ist eine hohe Attraktivität in vielen Fällen fast umsonst zu haben. Direkt an erster Stelle der Attraktivitätsmerkmale bei den Frauen und an zweiter Stelle bei den Männern steht die Anerkennung der Leistung. Ein aufrichtiges Lob kostet lediglich Überwindung, aber keinen einzigen Cent Geld. Selbst Führungskräfte im Kommunikationsbereich zu schulen ist mit vergleichsweise geringem Budget umsetzbar.
Doch ein Lob auszusprechen fällt leider immer noch vielen Vorgesetzten schwer. Um hier einen echten Kulturwandel einzuleiten, ist das positive Vorangehen der Führung unabdingbar.

„Die Ärzte und Pflegekräfte müssen von administrativen Tätigkeiten befreit werden, Ärzte sind heute viel zu oft Manager und haben zu wenig Zeit, um ihrer eigentlichen Berufung nachzugehen, nämlich Patienten zu versorgen.“ meint Peter Magunia von der Unternehmensberatung Roland Berger

Studien zeigen, dass Arbeitnehmern andere Dinge als wichtig erachten als Arbeitgeber.
Besonders das Thema Vergütung spielt eine weniger wichtige Rolle, als Arbeitgeber ihr zugestehen.

So hat Alexander Riad vom DRK-Krankenhaus Teterow nach eigenen Erfahrungen in der Elternzeit damit begonnen, Bewerber zu fragen: Wie möchten Sie arbeiten? Denn neben dem Gehalt zählen seiner Erfahrung nach andere Faktoren mindestens genauso stark: ein gemütlicher Aufenthaltsraum beispielsweise. „Gesundheitseinrichtungen müssen endlich begreifen, dass sich die Arbeitskultur gewandelt hat“, sagt er. „Ich will meine Mitarbeiter nicht verschleißen, ich will, dass sie mit ihrer Arbeit glücklich sind.“
Sieben von zehn Befragten wünscht sich im Arbeitsalltag mehr Zeit am Patienten lautet ein Ergebnis einer repräsentative Studie im Auftrag der Asklepios Kliniken Hamburg.

Machen Sie Ihr Unternehmen für Patienten und Mitarbeiter attraktiver. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie im Blog sowie im Bereich Patientenerlebnisse managen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Quellen:

Health&Care – 07.11.2017;
https://www.hcm-magazin.de/die-bundeswehr-ist-attraktivster-arbeitgeber/150/10737/361086

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, 2015;
http://www.zeit.de/angebote/beste-arbeitgeber-gesundheit-2015/fachkraeftemangel

Pflegepersonal insgesamt zufrieden mit Job, 2015; https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/klinikmanagement/article/902120/studie-pflegepersonal-insgesamt-zufrieden-job.html