Das Ev. Krankenhaus in Mülheim an der Ruhr hat in einer Stellungnahme zum Legionellenausbruch eingeräumt, dass die Trinkwasserinstallation der Klinik als ursächliches Erregerreservoir nicht auf dem baulichen Stand der Technik sei. Der mittlerweile eingedämmte Ausbruch umfasste 18 infizierte Patienten, vier Patienten verstarben.

In einer Stellungnahme bestätigte Klinik-Geschäftsführer Nils B. Krog, dass im Haus B des Krankenhauses Kalt- und Warmwasserversorgung weiterhin nicht getrennt sind. Dies wird als notwendig erachtet, um einer Ausbreitung von Legionellen über das Trinkwassersystem vorzubeugen. Legionellen breiten sich laut Prof. Martin Exner vom Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn im Temperaturbereich zwischen 35 und 55 Grad Celsius aus.

Ausbruch gilt inzwischen als eingedämmt.

Das Evangelische Krankenhaus Mülheim hatte dem örtlichen Gesundheitsamt am 4. September einen ersten Fall gemeldet, bei dem ein Patient an der Legionellen-Pneumonie (einer schweren Lungenentzündung) erkrankt war. Insgesamt ist die Rede von 16 Patienten mit der Legionärskrankheit. Vier davon sind zwischenzeitlich verstorben. Die Todesursache ist noch unklar, laut Behörden litten die Menschen an schweren Vorerkrankungen. Der Legionellen-Ausbruch gilt, nachdem die Klinik 1200 Sterilfilter an allen Duschen und Wasserhähnen installiert hat, längst als eingedämmt.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/muelheim/legionellen-befall-muelheimer-krankenhaus-muss-kernsanieren-id212154571.html